European Lead Factory – Europas größte Wirkstoffforschungsplattform setzt ihre Erfolgsgeschichte fort

Ein Fundament für die Medikamente der Zukunft – Dortmunder Taros Chemicals wieder mit an Bord

Dortmund, 02.05.2019 ++++

Nach 196 Mio. Euro in der ersten Phase von 2013-2018 sichert sich die European Lead Factory (ELF) für Phase zwei des Projektes weitere 36,5 Mio. EUR im Rahmen der Innovative Medicines Initiative (IMI). In den nächsten fünf Jahren werden 20 Partner aus sieben Ländern die Translation potenzieller Targets zu innovativen Medikamenten innerhalb des neuen Projekts ESCulab (European Screening Center: unique library for attractive biology) unter der etablierten Marke “European Lead Factory” vorantreiben.

Jon de Vlieger, Koordinator des ESCulab-Konsortiums von Lygature, kommentierte: „Es ist wirklich aufregend, neue und innovative Anträge für das Screening aufzunehmen und damit Akademikern sowie KMU aus ganz Europa qualitativ hochwertige Ansatzpunkte für ihre Wirkstoffforschung bereitzustellen. Um unser Portfolio zu erweitern, suchen wir nicht nur nach Target-basierten Ansätzen, sondern ermöglichen jetzt auch phänotypische Screens.”

Eine bewährte Plattform für innovative Ideen

Universitäten, Forschungsinstitute und KMU weisen ein breites Spektrum an potenziellen Wirkstoff-Targets auf, jedoch haben sie kaum Zugang zu erstklassigen Substanzbibliotheken und Screening-Einrichtungen nach Industriestandards. Pharmaunternehmen hingegen benötigen Zugang zu hochwertigen Targets, um innovative Therapien für Patienten zu ermöglichen. Die European Lead Factory kombiniert erstklassige Substanzbibliotheken – bestehend aus der Public Compound Collection der teilnehmenden KMUs sowie zusätzlich aus dem Bestand der pharmazeutischen Industrie – und Europas führende Screening-Einrichtung mit den innovativen Targets der Hochschulforschung in einer öffentlich-privaten Partnerschaft. Daher ist es eine ideale Plattform, um modernste biologische Grundlagenforschung in valide und investitionsfähige Ausgangspunkte für Wirkstoffforschungsprojekte umzusetzen.

Stefan Jaroch, Projektleiter der Bayer AG, bestätigt: „Die European Lead Factory hat deutlich gemacht, wie mithilfe von Crowdsourcing und Schwarmintelligenz biologische Konzepte tatsächlich zu Wirkstoffforschungsprojekten weiterentwickelt werden können. Davon profitieren dann die Wissenschaft, Industrie, Gesellschaft und letztendlich die Patienten.“

Neue Ideen + Neue Partner = Neue Chancen

In den nächsten fünf Jahren wird die European Lead Factory 185 neue Wirkstoffforschungsprojekte initiieren, indem medizinisch relevante Wirkstoff-Targets von europäischen Forschern, KMU und der Pharmaindustrie gegen die einzigartige ELF-Substanzbibliothek mit 550.000 innovativen chemischen Verbindungen gescreent werden.

Das erfolgreiche Konzept der European Lead Factory hat bereits weitere private Partner zur Teilnahme überzeugt. Mit dem ESCulab-Projekt werden die beiden Pharmaunternehmen Servier und Grünenthal sowie die Medicines for Malaria Venture (MMV) willkommen geheißen. MMV ist die führende Produktentwicklungspartnerschaft auf dem Gebiet der Erforschung und Entwicklung von Arzneimitteln gegen Malaria.

Tim Wells, Chief Scientific Officer von MMV, fügt hinzu: „Wir sind sehr erfreut über unsere Teilnahme, da ESCulab und die European Lead Factory eine große Chance für MMV sind, neue Partnerschaften mit sowohl der EU – über die IMI – als auch mit hochkreativen Unternehmen einzugehen. Diese Partnerschaften gewähren uns Zugang zu einer neuen, hochwertigen Substanzbibliothek, von der wir glauben, dass sie unbedingt gegen Malaria-Targets mit hoher Priorität gescreent werden sollte.“

Dr. Dimitrios Tzalis, Taros CEO und Mitglied des ELF-Projektexekutivs: „Ich bin außerordentlich begeistert, dass die Screening-Aktivitäten auf Basis dieser einzigartigen Substanzbibliothek fortgesetzt werden, die unsere KMU-Chemie Partner und wir in der ersten ELF-Phase unter der Leitung von Taros geschaffen haben. Ich hoffe sehr, dass der gemeinsam generierte Mehrwert neue Ansatzpunkte für zukünftige Arzneien bietet, die der Gesellschaft und den Patienten zugutekommen.”

Über die European Lead Factory

Die European Lead Factory ist eine pan-europäische Plattform, welche mittels innovativer Targets und einer erstklassigen Substanzbibliothek sowie Hochdurchsatz-Screening-Einrichtungen entscheidende Impulse für die europäische Wirkstoffforschung liefert.

Um mehr über diesen gemeinschaftlichen Ansatz der Wirkstoffforschung zu erfahren, besuchen Sie www.europeanleadfactory.eu.

Über Taros Chemicals

Taros is a privately owned discovery chemistry company, working with global pharmaceutical, biotech and chemical companies since 1999. Alongside our performance chemicals and material science division, Taros’ drug discovery mission is to create drug candidates as potential new medicines. Taros has a strong scientific track record on many biomolecular targets in all main therapeutic areas and thereby adding considerable value to collaborations from target validation and hit identification to lead generation and optimization. Taros’ core expertise ranges from custom synthesis and process development to modern medicinal and computational chemistry, as well as compound library design and production.
Taros was heading the chemistry efforts of the EUR 196 million funded European Lead Factory (2013-2018) and is currently heading its EUR 36.5 million funded continuation (2019-2022). Moreover, Taros is deeply engaged in other research alliances like the EUR 11 million funded Drug Discovery Hub Dortmund.

Presse Kontakt:
Youri R. Mesmoudi, Mitglied der Geschäftsführung, e-mail: innovation |at| taros.de

Förderung des Projekts

Dieses Projekt wurde von der gemeinsamen Unternehmung Innovative Medicines Initiative 2 unter der Zuwendungsvereinbarung Nr. 806948 finanziert: „ESCulab: European Screening Centre; Unique Library for Attractive Biology“. Diese gemeinsame Unternehmung wird durch das europäische Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union, die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) sowie durch Medicines for Malaria Venture unterstützt.

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